Fachstelle Angehörigenarbeit der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich (PUK)

Als Angehörige und Nahestehende von Menschen mit bipolarer Störung

Sie müssen hier nicht alles auf einmal verstehen. Diese Website hilft Ihnen, Ihre Lage einzuordnen und den Einstieg zu wählen, der im Moment am ehesten passt.

Passenden Einstieg finden →
Illustration eines runden Tisches mit zwei dampfenden Tassen in Teal und Honey — Metapher für Begegnung und Begleitung

Wenn Sie schon wissen, was Sie gerade brauchen, können Sie hier direkt abkürzen. Für Partnerinnen und Partner, Eltern, Geschwister und erwachsene Kinder gilt dabei dasselbe: Sie dürfen von Ihrer eigenen Lage ausgehen.

Wo anfangen?

Bis zu fünf kurze Fragen helfen Ihnen, den passenden Einstieg zu finden. Ihre Antworten führen direkt zu einem Modul oder dem Notfallweg.

Frage 1 von bis zu 5
Besteht gerade Gefahr für Leib und Leben?

Oder direkt in ein Modul einsteigen

Wenn Sie ohne Triage direkt lesen möchten, wählen Sie das Modul, das Ihrer Lage am nächsten kommt. Sie müssen nicht bei Modul 1 anfangen.

Oder direkt ein Werkzeug öffnen

Wenn Sie lieber sofort etwas Konkretes ausprobieren möchten, helfen diese Tools bei Einordnung, Gesprächsvorbereitung und Krisenplanung.

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«Ich dachte, ich müsse einfach funktionieren»

Als mein Partner vor sechs Jahren die Diagnose bekam, habe ich zuerst alles gelesen, was ich finden konnte. Meistens stand da, was er braucht. Selten, was mit mir passiert.

Die ersten zwei Jahre habe ich durchgehalten. Ich habe Arzttermine organisiert, Krisen aufgefangen, bei der Arbeit so getan, als sei alles normal. Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich abends nicht mehr weinen konnte, aber auch nicht mehr lachen. Ich war einfach da — funktional, aber leer.

Der Wendepunkt war kein grosser Moment. Ich habe bei der Fachstelle angerufen, ohne genau zu wissen, was ich sagen wollte. Die Frau am Telefon hat mir nicht erklärt, was bipolare Störung ist. Sie hat gefragt, wie es mir geht. Das war das Erste, was geholfen hat.

Heute ist es nicht einfach. Aber ich kenne den Unterschied zwischen seinen Episoden und meiner Erschöpfung. Ich weiss, wann ich Hilfe brauche und wann er sie braucht. Und ich weiss, dass beides gleichzeitig gelten darf.

— S., 39, Partnerin seit 11 Jahren (anonymisiert, keine reale Person)

Illustration einer Person, die nachdenklich in einem Sessel am Fenster sitzt — stille Szene der Selbstreflexion.

Sie müssen nicht wissen, was Sie sagen wollen

Die Fachstelle Angehörigenarbeit berät auch Sie — nicht nur die erkrankte Person. Auch wenn Sie sich noch nicht sicher sind, ob Sie Hilfe brauchen.